December, 2014

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Schnee & Sonne

Saturday, December 27th, 2014

Nun hatten wir doch noch Schnee! In der Stadt war es so warm gewesen, 15 Grad und Regen am Heiligabend, ich hatte nicht damit gerechnet dass nur vier Autostunden noerdlich in Vermont noch Schnee liegen wuerde. Wir sind an unserem gewohnten Kurzurlaubs-Quartier und spannen vier Tage aus.

 

 

 

 

 

 

Alles ist hin

Tuesday, December 23rd, 2014

Der kabellose und beutelfreie Staubsauger blieb vor zwei Wochen plötzlich still, ziemlich genau an seinem dritten Geburtstag. Die Staubsauger-Hotline der Firma Dyson liess mich zehn Schritte am Gerät durchexerzieren zwecks Fehleranalyse, das Drehbuch dafür hat mich sehr beeindruckt. Am Schluss aber teilte mir die Dame mit, die Elektronik sei dahin und ich könne entweder ein Ersatzmotor für $150 kaufen oder bekäme mit 20% Abschlag ein neues Gerät. Dann lieber selbst mit dem Schraubenzieher ran, aber alles war zugenietet und geklebt, kein Herankommen an die sensiblen Teile. Also mit Gewalt. Nachdem ich dem Elektronikfach die Schädeldecke aufgebrochen hatte, saugte er wieder. Da war wohl nur ein leichter Aderlass vonnöten, bis auf weiteres.
Tage später, wir hatten Gäste und kochten feste, da versagte die Zündung des Backofens. Der Gasherd war praktisch neu, was sind schon drei Jahre für ein Haushaltsgerät? Das Gericht garte notdürftig unterm Grill. Ein paar Tage später schickte uns die Hausverwaltung einen Monteur. Der schraubte drei Lagen Blech weg und gab dann auf. Die Elektronik für die Zündung koste $300 plus Monteurszeit, das lohne sich nicht. Ein neuer Ofen sei billiger. Ich habe jetzt die Kabel umgesteckt, der Backofen zündet wieder, dafür strömt das Gas unverbrannt aus dem Rohr sobald man grillen will, aber das tun wir ohnehin fast nie und man kann den Grill auch ziemlich leicht mit einem Streichholz anstecken.

Der Kühlschrank macht auch schon hin und wieder grauenvolle Geräusche, beruhigt sich aber wieder, wenn man ihn für eine Nacht abstellt. Die Spülmaschine scheint vorerst zu halten.

Unsere Tochter, gerade acht Monate alt, hat Schnupfen und rotzt herum und ist darüber schlecht gelaunt, wie man sich leicht denken kann. Das wenigstens vergeht von selbst, heute ging’s ihr schon viel besser!

 

Warum die Amerikaner soviele Kinder bekommen

Wednesday, December 10th, 2014

Die überschrift ist pure übertreibung, die Geburtenrate in den USA schiesst ja mit 1.9 auch nicht gerade in den Himmel. Eigentlich wundert das ein bisschen, die religiösen Radikalen aller Richtungen fallen ja nicht nur durch ihre laute Rhetorik auf, sondern auch durch ihre Minivans voller Frauen und Kinder.

Neben den fruchtbaren Bibellesern fällt mir noch eine andere Erklärung dafür ein, warum es hierzulande mehr Kinder gibt als in Deutschland. Die Reaktionen auf ein Baby sind geradezu frenetisch positiv. Je kleiner das Kind, desto grösser die Entzückung bei Verkäufern, Passanten, Rezeptionisten etc. Welches junge Paar wollte da nicht mittun und Anerkennung für den Nachwuchs einheimsen? Freundliche Worte sind in New York sonst auch nicht einfach zu kriegen. Aber je älter das Kind wird, desto weniger interessiert’s die Leute.

Mir fiel dieser gewaltige kulturelle Unterschied zum ersten Mal so richtig auf, als wir für Rosa im Deutschen Konsulat einen Pass beantragten. Niemand vom (deutschen) Personal nahm überhaupt Notiz von unserem unglaublich niedlichen und braven Mädchen. Glücklicherweise anwesendes amerikanisches Publikum war jedoch verlässlich entzückt von ihr.