May, 2011

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Hidroaysen

Sunday, May 29th, 2011

Zu dem megalomanen Staudammprojekt das Chile in Patagonien plant, habe ich hier noch nichts geschrieben. Will ich auch eigentlich nicht. Nur soviel: In einer der entlegensten und unberührtesten Gegenden des Landes werden einige riesige Wasserkraftwerke gebaut, der erzeugte Strom soll dann über tausende von Kilometern Hochspannungsleitung nach Santiago gelangen.

Gerade bin ich wieder am Observatorium auf der Arbeit, da sprechen die Kollegen heute beim Frühstück vom harten Schicksal eines anderen “Aussteigers”. Kollege M. hat bereits vor einigen Jahren gekündigt und sich genau wie ich auf’s Land zurückgezogen. Aber lest selbst, was er schreibt (ich erlaube mir, aus seinen 11 Seiten Betrachtungen zum Hidroaysen-Projekt die entscheidenden Stellen zu kopieren und zu übersetzen):

En el año 2003 decidí buscar la forma de emigrar de la ciudad. Tenía un excelente trabajo, y un departamento propio en La Serena, pero estaba cada vez menos feliz ahí, debido a la creciente contaminación de las ciudades chilenas, en cuanto a ruido de tráfico, del vecindario, sirenas, interferencia en radio, humos, polvo, el hacinamiento urbano, la delincuencia, etc. Entonces me puse a buscar un lugar apto para vivir en paz, sin molestar a nadie ni ser molestado. Después de 4 años de búsqueda, encontré una parcela de bosque nativo en la precordillera frente a Temuco, que satisfacía mis necesidades. En 2007 la compré, renuncié a mi trabajo, vendí mi departamento, y me instalé en la parcela, construyendo mi casa y todo lo demás que era necesario, hasta una microcentral hidroeléctrica para tener mi propia energía, todo aquello integrado en la hermosa vegetación del lugar, evitando al máximo causar daños.
Todo anduvo bien, hasta que me enteré que Transelec al parecer tiene las intenciones de pasar esta gigantesca línea de transmisión por acá mismo, al lado de mi casa, destruyendo el paisaje que me rodea, y generando un nivel de ruido eléctrico enormemente mayor al que sufrí cuando vivía en la ciudad. Yo soy radioaficionado, también restauro radios antiguas, y mi trabajo es en electrónica de señales débiles. No puedo practicar mis hobbies ni mi trabajo en un ambiente con interferencias radiales. Entonces el proyecto Hidroaysén, con su línea de transmisión, amenaza directamente y en forma dramática mi estilo de vida y las actividades que más practico.

[...]

No puedo vivir en la vecindad de una línea de alta tensión aérea. Tampoco podré vender mi propiedad a un valor comparable a lo que yo invertí en ella, y no tengo medios para comenzar en otro lugar sin antes recuperar lo que he invertido acá.
Si se construye esa línea acá, eso me destruye. Así de simple.

Im Jahr 2003 begann ich nach einer Möglichkeit zu suchen der Stadt zu entkommen. Ich hatte eine hervorragende Stelle und eine Eigentumswohnung in La Serena, aber ich war dort immer unzufriedener, das lag an der zunehmenden Kontaminierung der chilenischen Städte mit Verkehrslärm, der Nachbarschaft, Alarmsirenen, Radiostörungen, Rauch, Staub, dem städtischen Gedränge, der Kriminalität etc. Ich suchte nach einem geigneten Ort um in Frieden zu leben, ohne belästigt zu werden und ohne jemanden zu belästigen. Nach vier Jahren fand ich nahe bei Temuco im Andenvorgebirge ein Landstück mit Naturwald, das meinen Bedürfnissen entsprach. 2007 kaufte ich es, kündigte meine Stelle, verkaufte meine Wohnung und zog auf mein Land um dort mein Haus zu bauen. Alles was nötig war baute ich auf, sogar ein kleines Wasserkraftwerk um meine eigene Energie zu erzeugen, und immer war ich darauf bedacht, der der wunderschönen Vegatation nach Möglichkeit keinen Schaden zuzufügen.

Alles lief gut, bis ich erfuhr, daß Transelec offenbar die Absicht hat diese gigantische Stromleitung genau hier vorbeizuführen, neben meinem Haus. Es wird die umgebende Landschaft zerstören und enorme elektrische Störungen hervorrufen, erheblich viel mehr, als ich in der Stadt zu ertragen hatte. Ich bin Funkamateur, daneben restauriere ich antike Radiogeräte; mein Beruf ist Eletroniker, ich arbeite mit schwachen elektrischen Signalen. Ich kann weder meinen Hobbies noch meiner Arbeit nachgehen, wenn in der Umgebung starke elektrische Interferenzen herrschen. Hydroaisen und seine Hochspannungsleitung bedrohen auf dramatische Weise meinen Lebensentwurf und meine Arbeit.

[...]

Ich kann nicht in der Nähe einer Hochspannungs-Freileitung leben. Ich werde auch meinen Besitz nicht zu einem Preis verkaufen können, der meinen Investitionen entspricht und ich habe nicht die Mittel, an anderer Stelle neu anzufangen. Wenn diese Leitung hier gebaut wird, bin ich am Ende. Schlicht und einfach.

M. Weist darauf hin daß er mit Sicherheit nicht der einzige ist, den das Projekt derart hart trifft. Offensichtlich sind die Siedler zu nennen, deren Häuser und Landbesitz in Patagonien unter Wasser gesetzt wird. Aber auch entlang der Leitungstrasse werden vielfach Existenzen und Lebensentwürfe zerstört. Dabei wäre es einfach und eventuell nicht einmal teurer, das Energieprojekt schonender auszuführen. Wasserkraft ist prinzipiell eine gute Möglichkeit zur Energieerzeugung. M. schlägt vor:

  • Die Leitung unterirdisch verlegen, am besten sogar als Seekabel entlang der Küste
  • Statt riesiger Staudämme könnte auch relativ kleine Sammelbecken gebaut werden und das Wasser dann über Druckleitungen zur Turbine geleitet werden. Der Fluss führt immer reichlich Wasser, ein Damm mit Stausee ist eigentlich gar nicht nötig.

Regentag

Thursday, May 19th, 2011

Auf dem Ofen steht ein Topf mit Kohl und das ganze Haus riecht vermutlich danach, aber da ich drinnen am Computer sitze, nehme ich das gar nicht wahr. Draußen regnet es Bindfäden, da kann man eigentlich nur pennen.

Außer dem Kohl mache ich noch code refactoring für die Delay Lines auf Paranal.

In eigener Sache

Sunday, May 15th, 2011

Liebe Leser,

Dieser Blog ist auf einen neuen Server umgezogen und war gestern gar nicht erreichbar, weil ich nach drei Tagen Systemadministrator-Schwerstarbeit erstmal zum Wandern in den Bergen war (es war nicht nur der Blog umzuziehen, auf dem Server läuft noch etwas mehr!). Jetzt scheint aber alles wieder zu funktionieren, auch das alte Design ist wieder da.

In zwei Monaten schon wird sich aber die Frage stellen, wie geht es weiter? Vermutlich gibt es dann einen neuen Blog: Mi vida en Estados Unidos (mein Leben in den USA).

Hier ist Herbst, fast schon Winter, die Pilze sprießen.

Ein Wort zu Kommentaren: Kommentare sind wie Pilze. Seit man den Blog auch über Suchmaschinen finden kann, erreichen mich einige. Das meiste davon Spam, daneben ein paar relativ nichtssagende, so nach dem Motto “…schöner Blog…”. Ich schalte gerne Kommentare frei, die inhaltlich etwas zum Thema beitragen, oder auch solche, deren Schreiber persönlich kenne.

Zäune

Saturday, May 14th, 2011

Ein bemerkenswertes Bild – Der Zaun der Deutschen Botschaft in Prag vor 20 Jahren und heute, in Chile bin ich auch Zaun-Experte geworden

Einsichten eines frischgebackenen Unternehmers

Tuesday, May 10th, 2011

Die Wanderkarte aus Openstreetmapdaten, an der ich viele Wochen gearbeitet habe, ist endlich fertig und gedruckt! Eine Druckerei in Chillán hat 200 Exemplare für mich angefertigt, in exzellenter Qualität und fertig gefaltet. Ich stecke die Karten nur noch einzeln in Klarsichttütchen und dann heißt es Klinkenputzen. Heute Nachmittag bin ich gleich losgezogen und habe sie dem Besitzer-Paar eines kleinen Cafés angeboten, etwas weiter die Straße hinauf und einem Tante-Emma-Laden im nächsten Dorf, in dem auch viele Touristen einkaufen. Man hat mir die Karte nicht gerade aus den Händen gerissen, aber ich habe immerhin drei verkauft und natürlich habe ich mein Kärtchen dagelassen, damit sie Nachschub bestellen können.

Das ist ein irres Gefühl, wenn Dir die Ladeninhaberin Geld rüberreicht und nicht umgekehrt. Ich habe sie erstmal irritiert angesehen, bevor ich die Scheine eingesteckt habe, so nach dem Motto: “Das ist für mich?”

Um meine Auslagen wieder hereinzuholen, muss ich 60 Stück verkaufen. Danach schreibe ich schwarze Zahlen. Das erscheint mir machbar.

Nachdem ich so in die Welt des Unternehmertums eingetreten bin, fühle ich mich kompetent um einen ganz anderen Deal zu kommentieren, den ich heute in der Zeitung las. Microsoft kauft Skype für 8.5 Milliarden. Mein Kommentar: Entweder haben sie den Verstand verloren, oder sie spekulieren darauf in ein paar Jahren einen noch grössenwahnsinnigeren Käufer zu finden.

Skype ist technisch gesehen nichts Besonderes. Im Prinzip könnte ich das auch programmieren. Zugegeben, sie haben enorm viel Know-How was die Datenkompression angeht. Das Programm funktioniert sogar für meine täglichen Amerika-Telefonate über mobiles Internet, selbst bei schlechter Verbindung ist meist noch ein brauchbares Video möglich. Für diese Leistung zolle ich Skype immensen Respekt. Aber das ist nichts, was ein gutes Team von Programmierern und Nachrichtentechnikern einer Konkurrenzfirma nicht auch zustande brächte.

Es gibt da aber einen weiteren Aspekt, der mit der Durchleitung der Skype-Verbindung durch das Internet zu tun hat. Im letzten Jahr hat der Begriff Netzneutralität einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Ich erläutere das kurz: Im Internet werden Datenpäckchen, Bits und Bytes elektrisch und über Glasfaserleitungen verteilt. In der ursprünglichen Konzeption des Netzes sind dabei alle Päckchen gleichberechtigt: Das Netz ist neutral.

Stellen wir uns eine Autobahn mit mässigem Verkehr vor. Wie die Autos, flitzen die Datenpäcken hin- und her. Darunter sind viele Bunte die transportieren Webseiten, sie kommen gerne im Pulk. Die Skype-Datenautos dagegen sind hellblau und es fahren ziemlich viele davon, eilig hintereinander. Manchmal ist viel Verkehr und es kommt zum Stau. Hier stimmt nun die Analogie nicht mehr ganz. Anders als auf der Autobahn wo dann Mercedes und Fiat einträchtig nebeneinander stop-and-go fahren, können die Betreiber der Datenleitungen heute entscheiden, gewisse Fahrzeuge (Dienste) privilegiert durchzulassen. Oder andere gar völlig zu sperren. So könnte zum Beispiel die chilenische Telefongesellschaft, die mir ja auch Internet verkauft, meine Skype-Verbindung hemmen, mit dem Argument ich solle besser das Handy nutzen. Das wäre natürlich keine Alternative bei Gesprächspreisen von 2 Euro pro Minute (interessanterweise gehen diese Gespräche in der Praxis über die gleiche Datenleitung wie das Internet, da kann man mal sehen, wie bizarr sich die “freien Märkte” entwickeln). Entel sperrt mein Skype-Telefonat aber nicht, man könnte sogar fast meinen, dass sie es besonders schnell durchleiten. Und hier meine Mutmaßung: Skype hat Vereinbarungen mit den Netzbetreibern getroffen um gute Verbindungsqualität zu sichern. Und es gibt den Plan, für Skype-Verbindungen in Zukunft Geld zu verlangen. Der Benutzer hätte dann eben keine Alternative mehr, denn selbst wenn ich ein eigenes Skype-ähnliches Programm schreiben würde, so wären meine Datenpäcken gehandicapt und es käme nie eine befriedigende Gesprächsqualität zustande.

Das ist im Moment die einzige Erklärung die mir einfällt, um diesen exorbitanten Kaufpreis zu rechtfertigen: Skype wird in Zukunft Gebühren verlangen. Denn mit den paar cent für gelegentliche Skype-zu-Telefon Gespräche (SkypeOut) können sie im Leben keine 8.6 Milliarden verdienen (von mir gab’s 20 Euro in drei Jahren).

Die nächste Welle der Konzentration

Friday, May 6th, 2011

Heute habe ich mich mal hingesetzt und ein wenig USA Recherche betrieben. Welche Städte sind angesagt? Wie ist das Wetter dort? Kann man mit dem Fahrrad fahren? Gibt es öffentlichen Nahverkehr? Wie ist der Stellenmarkt?

Für alle diese Fragen gibt es Seiten im Netz. Mir ist aufgefallen, dass da heute noch unheimlich viel Redundanz drinsteckt. Etwa bei den Wetterseiten, auf Anhieb habe ich fünf verschiedenen Seiten gefunden, die mir alle die gleichen Klimadaten zeigten, teilweise als Tabellen, anderswo als Grafik. Die Qualität der Seiten war sehr unterschiedlich: Auf einer Seite die ganz hübsche Grafiken hatte, war die Stadt Austin (Texas) partout nicht aufzufinden. Die ideale Klimaseite habe ich noch nicht entdeckt, zum Beispiel scheint die Umrechnung in Grad Celsius statt Fahrenheit eine unerfüllbare Anforderung zu sein.

Angesichts dieser nutzlosen Vielfalt wage ich die Vorhersage, dass in einigen Jahren maximal zwei Klimaseiten “überleben” werden. Sobald sich einmal eine Seite mit einer funktionierenden Suche und übersichtlichen Grafiken etabliert hat, hat sich die Daseinsfrage für den Rest erledigt. Vielleicht heisst diese Seite schlicht und einfach Google Climate. So wie schon Google Maps, Google Showtimes (für Filme), Google Transit (super Sache für Verbindungssuche, wenn’s funktioniert).

Natürlich beziehen sich meine Voraussagen auf den alltäglichen Bedarf des allgemeinen Publikums. Während eine Standard-Wettervorhersage an 90 von 100 Tagen ausreicht, ist daneben sicher noch Platz für eine informative und schnelle Tornado- und Hurrikan-Warnungs-Seite. Spezielle Anforderungen in Industrie und Forschung werden sowieso immer spezielle Karten (oder Klimadatenbanken) erfordern. Programmierer werden nicht arbeitslos.

Besonders hinderlich ist die Vielfalt bei den Seiten für Stellensuche. Die wollen auch noch alle, dass ich mich bei ihnen registriere. Bei zehn Job-Suchmaschinen, acht davon totaler Schrott, grottenlangsam und ohne passende Angebote? Ich glaub’ es hackt. Jetzt habe ich einen Super-Aggregator gefunden und ein feed draufgesetzt (juju heisst das Ding).

Die Ergebnisse notiere ich in einer Mindmap, auch online und mit der Möglichkeit der Online-Zusammenarbeit.

‘Daemon’ und ‘Darknet’

Sunday, May 1st, 2011

Ein ganz interessantes Interview heute in der FAZ mit dem Autor Daniel Suarez (dessen Bücher ich nicht kenne). Hir ein paar Absätze aus der Mitte, es ist ziemlich lang:

Ich bin überzeugt davon, dass die plötzliche Fixierung auf „Sicherheitsgesetze“ sowohl im virtuellen Raum als auch in der physischen Realität aus der Erkenntnis resultiert, wie anfällig die moderne Welt – vor allem die Weltwirtschaft – selbst für geringfügige Störungen geworden ist. Mit diesem Trend geht die rasche Abkehr vom Rechtsstaat im Namen der „nationalen Sicherheit“ einher, wie etwa der Verlust an persönlichen Freiheitsrechten und das fortgesetzte Abhören ohne richterlichen Beschluss. Die rasche Aufgabe hochgeschätzter und schwer erkämpfter Rechte zeigt, dass hier etwas ganz falsch läuft. Historisch gesehen, geben Gesellschaften die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit auf oder pervertieren sie, wenn die Obrigkeit sich bedroht fühlt. Aber ich möchte behaupten, dass in vielen Ländern der Staat nicht mehr Träger der politischen Macht ist, sondern nur noch ein Agent der wahren Machthaber – des Ökosystems multinationaler Unternehmen. Und genau dieses System ist nun bedroht. Warum? In einem Wort: Effizienz.

Im letzten Jahrhundert hat das auf privatwirtschaftlichen Firmen basierende System weltweit in allen Industrien die Herrschaft errungen. Und das Grundprinzip von Firmen ist Effizienz. Die Konsolidierung der Landwirtschaft, der Medien, des Finanzwesens, der Telekommunikation, des Energiesektors et cetera in Großunternehmensstrukturen hat weite Teile des „Fettpolsters“ unserer Infrastruktur abgeschmolzen, die Profite erhöht und das Management zentralisiert. Doch solche „Fettpolster“ haben in der natürlichen Welt eine wichtige Funktion – sie helfen dem Organismus, plötzlich auftretende Probleme zu überleben. Und solche Probleme treten früher oder später auf: Unterbrechungen in der Versorgung mit Rohstoffen und anderen Ressourcen wie Öl, Trinkwasser, Kapital oder dergleichen; größere natürliche oder vom Menschen gemachte Katastrophen, subversive Aktivitäten von Außenseitern wie Terroranschläge oder von skrupellosen Insidern, etwa Wall-Street-Bankern.

[...]

Unsere Infrastruktur zeigt inzwischen vielerorts beträchtliche Mängel, die niemand von denen, die an der Macht sind, eingestehen und für deren Reparatur niemand zahlen will. Darum glaube ich, dass die Mächtigen begonnen haben, sich in Erwartung eines sozialen Zusammenbruchs einzubunkern, eines Zusammenbruchs, zu dem es kommen wird, wenn die öffentliche Infrastruktur oder die Wirtschaft zusammenbricht. Natürlich möchten die Regierenden das so lange wie möglich hinausschieben, aber da es an gemeinsamen Anstrengungen zur Behebung der strukturellen Mängel fehlt, wird die Weltwirtschaft eher früher als später kollabieren.