August, 2010

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Der Floh

Saturday, August 21st, 2010

Obwohl immer sorgfältig geputzt wird und regelmässig die Bettwäsche gewaschen, leiden wir doch fast bei jedem Aufenthalt im Haus unter mysteriösen Stichen. Meist im Bereich der Gürtellinie jucken zahlreiche Bisse ziemlich fies. Die chemische Keule möchte ich ungern einsetzen, zudem ja nichtmal klar ist, wer da am Blut saugen ist. Libby beschuldigt Lobo: “Der Hund hat Flöhe”. Die Nachbarin verteidigt das Tier: “Er leidet unter einer juckenden Allergie”. Der zweite Hund hat keine Flöhe, er badet aber auch jeden morgen im Bach oder wälzt sich im feuchten Gras. Heute hat Libby ein verdächtiges Insekt im Bett gefunden. Sie meint, es könnte ein Floh sein, der vor dem sterben seine Hüpfbeine abgestossen hat. Ich zweifle: Tun Flöhe sowas? Und warum überhaupt sollte er sterben, bei dem exzellenten Nahrungsangebot?

Foto in ungefähr 100.000 facher Vergrösserung.

Ausserdem haben wir zweimal Käsefondue gegessen, 100 Stecklinge für eine Hecke und 30 weitere Bäume gepflanzt, den Garten mittels doppelter Drahtzäune gegen Kaninchen abgeschottet, den Hund zum Tierarzt gebracht (nicht wegen der Allergie sondern weil er sich mit Konkurrenten gebissen hat). Wir sind im Schnee gewandert und am Strand gelaufen…

Hier noch ein paar Fotos vom Ausflug ans Meer, unser erster Besuch im Epizentrum des Februar-Bebens. In Cobquecura sind etwa 50% der Häuser im Zentrum so schwer beschädigt, dass sie nun unbewohnt sind. An einigen Stellen sind die Bauten auch eingestürzt oder mittlerweile abgerissen. Im Grossen und Ganzen macht der Ort aber einen funktionierenden Eindruck, es wird auch viel an der Instandsetzung gearbeitet. Wir haben an der Küste ausgezeichneten frischen Fisch gegessen, das Restaurant liegt nur wenige Schritte vom Strand, hier war der Tsunami nicht sehr verheerend, immerhin hat er einen Fussgängersteg 500m landeinwärts geschwemmt.

Da stehen ein paar Hütten auf Pfählen, die Architekten waren schlau.

Mond überm Strand

Heimfahrt mit Blick auf die Cordillera in der Abendsonne

Die offizielle Regenstatistik

Tuesday, August 10th, 2010

Mai bis August sind die Wintermonate mit dem meisten Regen. Im Moment macht er sich wieder etwas rar (wie schon 2007, bestimmt El Niño), dafür hatten wir aber Frost und auch einmal jede Menge Schnee, bis runter zu meinem Haus.

Im Diagramm von 2010 kann man gut die Tücken der Statistik erkennen. Mit dem dicken Balken im Februar sieht es aus, als sei das ein richtiger Regenmonat. in Wahrheit handelt es sich um einen einzigen Wolkenbruch, der vielleicht alle paar Jahre mal vorkommt.

C++ programmieren

Saturday, August 7th, 2010

C++ ist nicht gerade meine liebste Programmiersprache. Vor allem, weil es immer mindestens drei Wege gibt, etwas zu codieren:

  1. Der saubere Weg
    Macht Gebrauch von allen ausgefuchsten Features der Sprache. Berücksichtigt ausserdem alle nur denkbaren Anwendungsfälle und ist daher nur für Kenner wirklich durchschaubar. Andererseits wissen diese aber auch, dass das Spiel mit allen Registern der Sprache Laufzeit kostet und ziehen daher meist Möglichkeit (2) vor.
  2. Der schnelle Weg
    Bietet eine wahnsinnig gute Performance. Leider muss man dazu aber ein paar Geheimnisse der C++ Implementierung kennen, und wer zum Beispiel nicht weiss, wie Arrays intern vom Compiler dargestellt werden, wird vor dem kryptischen Einzeiler kapitulieren.
  3. Der althergebrachte Weg
    Da C++ abwärtskompatibel zu C ist, kann man die hochgenialsten Sprachkonstrukte auch einfach beiseite lassen und sowas wie “C mit Klassen” programmieren.

Man muss man die Sprache ziemlich gut beherrschen um den Code wenigstens lesen zu können.