July, 2008

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Das nächste Projekt

Saturday, July 5th, 2008

…wird ein Schuppen/Garage. Auf chilenisch “Galpon”. Da kann das Mietauto rein, damit es im Sommer nicht zum Backofen wird und ich im Winter nicht Scheiben kratzen muß. Daneben Bauholz und anderes Material was eben so übrig ist und immer mal wieder gebraucht wird.
Omar und ich haben vierzehn meiner Kiefern gefällt. Er hat sie mit dem Pferd aus dem Wald gezogen und dann in handliche vier-Meter-Stücke gesägt. Im September kommt eine mobile Säge und wir machen Bretter und Balken draus. Aus den Brettern und Balken bauen wir den Schopf.

Der Ofen

Saturday, July 5th, 2008


Ich muß ein wenig aufholen, der letzte Eintrag ist vom März und dazwischen ist schon einiges passiert. Möbel sind da, der Innenausbau ist fertig, Strom ist verlegt, alle Lampen leuchten und warmes Wasser für die Dusche gibt es ebenfalls.
Das wichtigste war jedoch der Ofen. Nachts hat es jetzt häufig Frost und wenn auch die Sonne am Morgen (wenn sie scheint) bald eine angenehme Wärme im Zimmer schafft, wird es am Abend doch empfindlich kühl.
Die Sonne verschwindet jetzt im Winter ja auch schon gegen sechs. Die langen Abende verbringe ich neben dem Ofen. Der verschlingt all das Abfallholz was vom Bau noch liegengeblieben ist. Es ist zwar Kiefer und brennt deshalb viel schneller weg als “Roble” (das ist so Buchen-Qualität) aber ich habe ja genug. Wenn ich ordentlich nachlege, werden es schnell gegen zwanzig Grad und das gußeiserne Teekännchen steht obenauf.

Baugenehmigung

Saturday, July 5th, 2008

Die Chilenen sind auch so ein paar Superbürokraten. Der Architekt hat schon gewußt, warum ich mich um die Baugenehmigung erst nach dem Bau kümmern soll. Nach drei Besuchen auf dem Amt hat der Director de Obras letzte Woche mit großer Geste den Bauantrag gestempelt und firmiert. Aber als die Sekretärin die Mappe zerlegt, um mir meine Durchschläge zu geben, neben denen die im Archiv bleiben und weiteren, die was-weiß-ich-wohin gehen, schlägt sie die Hände überm Kopf zusammen. Der Direktor hat ja die Pläne gar nicht gegengezeichnet. Meinen Hinweis, dass auf dem Plänen ja schon drei Unterschriften drauf seien: meine, die des Architekten und die des Zimmermanns, ob das nicht reiche, lässt sie nicht gelten: “23 Jahre arbeite ich schon hier”. Immerhin kann ich sie überreden, mir ein Blatt der bereits gezeichneten Bescheinigung gleich mitzugeben. Bin also schon halbwegs legalisiert!