December, 2007

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Die Pumpe

Saturday, December 15th, 2007

Also mit dem Regen wurde das nichts, oder nicht viel. Zwar hat es dann doch wie seit alten Zeiten um den 8. Dezember herum geregnet, aber anders als in alten Zeiten so wenig, dass schon am nächsten Tag der Boden wieder staubtrocken war. Umso mehr habe ich mich über meinen Technik-Erfolg beim Anschließen der Doppelpumpe gefreut.


Die beiden Pumpen leisten zusammen die nötigen zehn bar Druck um Wasser aus dem Brunnen im unteren Teil des Geländes bis nach oben zu pumpen. Wie neulich vermessen, sind das mehr als 80m Höhenunterschied und fast 300m Distanz. Es kommt beachtlich viel oben an, 25 Liter pro Minute habe ich gemessen. Das reicht zum Bewässern der Pflanzen, jedenfalls so lange mein Brunnen Wasser hat. Mit der Wasserleitung zusammen habe ich auch Strom verlegt und kann nun nachts Lesen, Kochen, Handy aufladen oder Musik spielen.

Der Fussboden ist zementiert und der Klatschmohn blüht!

Im Trockenen

Sunday, December 2nd, 2007

Das Dach ist gedeckt! Eile hatte es eigentlich keine, denn es hat schon sechs Wochen nicht geregnet und es ist auch keine Wolke am Himmel zu sehen. Chillan liegt gerade auf der Grenzlinie zwischen dem sommertrockenen, mediterranen Norden Chiles und dem regenreichen, gemäßigten Süden. In der Vergangenheit bekam es immer noch reichlich Niederschläge ab, auch ein paar kräftige Schauer im Sommer, aber diesmal war es schon ein trockener Winter und nun warten wir auf den Dezemberregen, auf den bisher immer Verlaß war, wie die Alten erzählen.

Mariela und Paul waren zu Besuch und haben geholfen 180 Meter Elektrokabel in PVC-Rohre zu stopfen um es anschließend den Berg hinauf zu verlegen, zur Gäste- und Aussichtshütte.
Unter den Ziegeln liegt schwarze Teerpappe als Wind- und Nässestopper. Zwischen die Balken stopfen wir später zwei Schichten Glasswolle zur Isolation und darunter kommt nochmal eine Plastikfolie als Dampfsperre. Das ist viel Aufwand für chilenische Verhältnisse, sogar mein in Deutschland studierter Architekt hält es für übertrieben. Aber die Nächte sind frostig hier, in Deutschland packt man bei ähnlichen Verhältnissen die Häuser glatt doppelt so dick ein.
Ein Problem sind noch die Fenster. Natürlich nehme ich Doppelverglasung, aber der Rahmen ist die Schwachstelle. Die in Europa üblichen doppelt gedichteten Falze gibt es hier nicht. Holzfenster sind einfache Rahmen und sobald es sich nur wenig verzieht, pfeift der Wind hinein. PVC Fenster kann man auch bekommen, aber dann zu europäischen Preisen, das fällt etwas aus dem Rahmen meiner Kalkulation.