October, 2007

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El maestro

Saturday, October 20th, 2007

Cada dia cuando estoy en Chillan paso una hora conversando con el maestro. Estrechamos los planes y nos fijamos en los detalles, contando vigas y pilares para pedirles despues en las barracas de madera. Las vigas del primer piso van a ser de roble porque es mas duro y da menos vibraciones. Toda la madera de construccion de tabiqueria que va por dentro de las paredes es de pino – es lo mas barato. Los tijerales tienen seis metros de largo y son de pino oregon que traen “del Sur” de Chile. La madera larga sale lo mas cara.

Another brick in the wall

Saturday, October 20th, 2007


The back part, which houses the bathrooms and a little storage room is made with brick walls. To resist earthquakes, they are just filling for a frame of reinforced concrete which is supposed to take the forces. The photo shows the future bathroom.
In the interior, the bricks will be visible (a la vista). Outside they will disappear under a layer of plaster.
All the wood in the photo are the casts to fill in the concrete which forms pillars and the frame on the top of the walls.

Drei Stiche töten einen Menschen

Friday, October 12th, 2007

…und sieben ein Pferd. Die Wissenschaft sagt ja, das sein Unsinn aber man denkt schon unwillkürlich dran, wenn man von einer Hornisse gestochen wird! Es war ein Schmerz als hätte ich ein Messer in den Rücken bekommen, oder als wäre ein Muskel gerissen, dabei habe ich mich nur im Autositz zurückgelehnt. Da krabbelte das Untier und stand wohl selbst unter Schock wie Charlotte bemerkte, die sich weigerte das Tier zu töten und es stattdessen sanft aus dem Auto auf den Parkplatz bugsierte. Nach drei Tagen ist die “Wunde” schon wieder am Abschwellen. War halb so wild, ich hätte sicher auch noch zwei Stiche mehr verkraftet!
Wer kennt die Colonia Dignidad? Neben eher im verborgen abgelaufenen Aktivitäten als Geheimgefängnis unter Pinochet und Kinderschänder-Unterschlupf betreibt die deutsche Kolonie in Chile schon seit Ewigkeiten ein Restaurant. In Chillan ist das “Casino Familiar” bekannt für die großen Portionen und das deutsche Essen. Allerdings nichts für Vegetarier. Ich hatte ein gutes Stück Gans mit Sauerkraut und gebratenem Apfel, Elisabeth ein Schnitzel mit Pommes, Charlotte Salat. Besonders lecker waren die Kuchen und das Eis zum Nachtisch. Dazu gab’s Volksmusik vom Band (Guten Abend, gute Nacht…) und ein Chor hat auch gesungen. Die Mitglieder sahen tatsächlich alle sehr Deutsch aus, etwas altmodisch gekleidet, so etwa wie im Osten. Der Saal, oder vielmehr das Festzelt, war voll.

Ziegelsteine

Thursday, October 11th, 2007

Sie sind nun schon am Mauern. Ich wollte handwerklich hergestellte Ziegelsteine. Das sind welche, die tatsächlich von ärmlichen Arbeitern in Handarbeit aus dem Schlamm geschöpft, zum Trocknen aufgereiht und dann aufgeschichtet und gebrannt werden. Das Brennen geschieht mit Holz, die Temperaturen sind also nicht allzuhoch aber es reicht schon damit sich der Stein nicht im ersten Regen auflöst. Denke ich. Andere Meinungen gibt es auch. Es ist wohl sowas zwischen Lehmziegel luftgetrocknet und Industrieziegel hochofengebrannt.
Verkauft werden sie am Rande der Feria, einem wilden Samstagsflohmarkt, direkt vom Lastwagen. Der Baumeister sagte mir vorher, ich solle nach denen aus Linares fragen, oder aus Cauquenes, ich hatte nicht so genau hingehört. Kurz mit dem Typen verhandelt, die Frachtgebühr geklärt und dann los. Dem Jorge musste ich noch absagen, der wollte sich auch nach Ziegelsteinen für mich umsehen, aber was brauche ich einen Zwischenhändler? “Du hast doch die aus Cauquenes genommen?” fragt er mich am Telefon. “Äh, weiß ich eigentlich nicht… Leute, wo kommt ihr her?” – “Linares!”. “Die aus Linares sind die schlechten” sagt Jorge. Scheiße, ich könnte mich in den Arsch beißen, aber ich habe schon eingeschlagen, sie laden gerade noch 30 Zementsäcke zu.
Am Abend zeige ich Rosa die Steine. Sie klopft und horcht auf den Klang. “Die sind gut. Die aus Linares sind ohnehin die Besseren!”
Die Holzhändlerin, der ich zwei Tage später die Geschichte zum Besten gebe, schlägt sich allerdings auf die Seite der Cauquenes-Befürworter. Die Entscheidung ist offen, ich sehe den Bruch beim nächsten großen Erdbeben. Oder wenn mir das Haus verschimmelt, doch eigentlich verspreche ich mir ein angenehmes Raumklima von den Schlammsteinen.

Lassie

Wednesday, October 10th, 2007

Wo ist Lassie? Die kleine Hündin war erst letzte Woche zur Nachbarin gekommen, eine entfernte Tante hatte einen Wurf junger Hunde, pechschwarz und mit Schlappohren. Rosa hatte gerade den Ziegenhund “Fox” verloren und brauchte einen Nachfolger. Aber als wir diesmal in Chillán ankommen sucht Elizabeth vergeblich nach Lassie bei der Herde. Später treffe ich Rosa, sie ist niedergeschlagen. Lassie ist ziemlich am Ende, wurde gestern notoperiert. Der Tierarzt war da und er soll den Fehler begangen haben, ihr eine Überdosis eines Medikaments gegen Parasiten zu geben. Der größere “Lobo” hat seine Kur weggesteckt, ein kleines Zicklein dagegen konnte zwei Tage nicht laufen ohne dauern umzufallen. Lassie, die kleine schwarze Hündin, fraß drei Tage nicht. Am vierten Tag ging es ihr schrecklich, Rosa brachte sie zu einem anderen Tierarzt, der operierte ohne etwas dafür zu verlangen denn Geld ist keins da. Das war vor zwei Tagen. Heute ist sie tot. Wir haben sie gestern noch vom Arzt abgeholt, in einen Karton gebettet mit einem Tropf dabei zur künstlichen Ernährung. Sie hat den Kopf gehoben und müde und traurig geschaut. Die Keckheit und das Selbstvertrauen von letzter Woche waren verschwunden. Am Morgen hat Rosa sie vergraben. Ich bin traurig und ärgerlich. Warum passieren nur solche Dummheiten?

Erlebnisse eines Hundes von geringem Verstand

Tuesday, October 2nd, 2007


Neulich kam der Chef wieder. Ich hatte ihn nicht vergessen, obwohl er so lange verschwunden war, dass ich in meiner Hundeseele schon glaubte er sei für immer fort. Richtig weg ist allerdings mein Kamerad Fox der immer brav mit den Ziegen mitgelaufen ist und alle verbellt hat, die sich der kleinen Herde näherten. Frauchen sagt, ein Nachbar habe ihn erschossen, als er auf dessen Grundstück hinter einer Hündin her war.
Der Chef kam im dicken Pick Up Geländewagen und mit seiner Freundin. Mich haben sie auf die Ladefläche gelockt und dann festgebunden. Wollten mich mit zum Spaziergang nehmen. Als wir an Frauchens Haus vorbeifuhren wollte ich mich aber noch verabschieden. Bin vom Auto gesprungen – bloß da war ja das Seil und so baumelte ich dann seitlich am Wagen. Aber ein dicker Hundehals hält sowas aus, sie haben mich auch schnell wieder ins Auto gehievt.
Nachts bewache ich die Hütte und den Schlaf meiner Leute. Und so dösig ich tagsüber bin, nachts verbelle ich lautstark jedes Kaninchen und heule mit den Nachbarshunden übers Tal. Drinnen in der Hütte schercken sie jedes Mal aus dem Schlaf auf, aber sagen können sie nichts, schliesslich beweist mein Einsatz ja, welch guter Wachhund ich bin.
In die Hütte lassen sie mich nie. Außer einmal, da hat der Chef ein Ei fallen lassen und ich durfte die Sauerei auflecken. Überhaupt kriege ich immer alle Essensreste, so sparen sie sich den Kühlschrank. Daß ich was nicht verschlungen habe, ist noch nicht vorgekommen. Außer vielleicht rohen Tomaten und Pilzen. Auch das Pfund Butter und das Käsepaket das ich mir neulich aus der Einkaufstüte stibizt hatte war lecker. Und dass ich die Verpackung mitgefressen habe hat mir auch nicht geschadet.
Seit ein paar Tagen ist die Nachfolgerin von Fox da. Ein ganz junges Ding, aber mächtig schlau. Lassie heisst sie. Frauchen sagt, sie stammt aus einer Hütehundfamilie. Tatsächlich hat sie die Ziegenherde schon voll im Griff. Stolz wie Oskar steht sie neben den Viechern und hält sie zusammen. Mir dagegen macht viel mehr Spass die dummen Ziegen richtig aufzumischen so dass sie in alle Richtungen davonrennen. Wenn das geschafft ist, lege ich mich wieder in den Schatten.

Abstecken

Monday, October 1st, 2007


Montag früh tausche ich den Geländewagen gegen ein Straßenauto, viel billiger. Bei der Gelegenheit hole ich den Architekten ab, der am Abend vorher aus Santiago angereist ist, er will es sich nicht nehmen lassen, den Bauplatz abzustecken und ein paar klare Worte mit dem Baumeister zu reden. Manda el arquitecto – der Architekt bestimmt.
Es wird gemessen und geredet, und eine Kerbe in den Strommast geschlagen, die gibt die Nullinie an. Zwei Tage später legt der Baumeister die Nullinie trotzdem 15cm höher, was soll’s. Hauptsache es wird alles gerade und rechtwinklig. Mit Schaufeln und Schubkarren kratzen drei Mann die Erde weg. Es sind Schnüre gespannt über die man leicht stolpert, aber so sieht man schonmal wo später die Mauern stehen. Das Haus kommt mir jetzt winzig vor!

Wasserfall

Monday, October 1st, 2007


Weil Sonntag ist, ist Baubeginn erst morgen. Wir fahren mit dem Geländewagen Richtung Los Pellines, in ein Seitental in dem ich bisher noch nicht war. Den Nachbarn habe ich vorher befragt, er sagt es soll einen Wasserfall geben. Man muss aber von der Straße aus 100m hinlaufen und man muß wissen wo. Anhand des Geländes kann man das ja etwa abschätzen. Solange der Fluß neben der Straße rauscht und durch die Bäume blitzt muss der Wasserfall noch weiter sein. Dann, nachdem wir eine Brücke links liegen gelassen haben (se pasa el puente), steigt der Weg an. Oben raus aus dem Auto und wir schlagen uns seitwärts in die Büsche. Bald stehen wir an einem Abgrund, der Fluß hundert Meter tiefer. Noch ein kleines Stückchen weiter mit dem Wagen. Ein Tor. Und ein Schild: No entrar. Ein Dummkopf wer sich dran hält und draußen bleibt, denn das ist der Zugang zum Wasserfall. Der Fluß ist in eine enge Felsrinne gequetscht und schiesst auf den Abbruch zu. Wir bleiben den Vormittag zum Picknick.
Leider ist das typisch Chile: Anstatt (wie überall sonst auf derWelt) ein Schild aufzustellen: “Zum Wasserfall” tun sie genau das Gegenteil und sperren das mit Tor und Zaun zu, ist natürlich Privatgelände.

Ankunft

Monday, October 1st, 2007

Es ist zwei Monate her, dass ich nicht in Chillán war und ich bin schrecklich nervös. Ist die Hütte abgebrannt? Oder wurde eingebrochen? Hat der Handwerker wirklich den Zaun fertiggebaut? Als wir mit dem Mietwagen um die Ecke biegen die erste Erleichterung. Der Zaun steht fertig da und er gefällt mir gut. Elizabeth und ich packen den Kram aus dem Auto, setzten Rucksäcke auf und hängen Taschen um, nichts wie den Berg hoch. Ich stürme voran, denn ich will so schnell wie möglich Bescheid wissen. Oben angekommen bin ich völlig außer Atem aber ganz und gar erleichtert denn die Hütte steht unberührt und alle Pflanzen, die wir mitten im Winter vor der Abreise gesetzt haben sind auch noch da. Der Avocadostrauch ist leider erfroren, es war wohl doch zu kalt. Ein Lorbeer ist von den Kaninchen abgefressen und ein mir ohnehin unbekannter Strauch war noch nicht verwurzelt und ist im Wind umgekippt.