Am Rande des Abgrunds

Written by stefan on September 19th, 2017

Suddenly, the prospect of a nuclear confrontation between the United States and the most hermetic power on the globe had entered a realm of psychological calculation reminiscent of the Cold War, and the two men making the existential strategic decisions were not John F. Kennedy and Nikita Khrushchev but a senescent real-estate mogul and reality television star and a young third-generation dictator who has never met another head of state. Between them, they had less than seven years of experience in political leadership.

Ganz unvermittelt trat die Möglichkeit einer nuklearen Auseinenandersetzung zwischen den USA und der am engsten abgeriegelten am Macht auf dem Globus in einen Bereich der pschologischen Berechnung ein, die an den Kalten Krieg erinnerte – nur dass die die Männer, die die strategischen Entscheidungen fällten nicht John F. Kennedy und Nikita Chruszczow waren, sondern ein alternder Baulöwe und ein Diktator in dritter Generation der nie auch nur ein anderes Staatsoberhaupt getroffen hatte. Zusammengenommen hatten sie weniger als sieben Jahre Erfahrung in politischen Führungspositionen.

Das Zitat ist aus dem langen (und sehr lesenswerten) Artikel den Evan Osnos im New Yorker nach seiner Norkoreareise veröffentlicht hat. Ich musste laut lachen, als ich es las. Die Absurdität ist so schön auf den Punkt gebracht – und doch, spielt es noch eine Rolle neben all den anderen existenziellen Bedrohungen die 2017 zum Greifen nahe scheinen (ich spreche nicht von der Dieselkrise)?

 

 

Peak luggage

Written by stefan on August 22nd, 2017

Mehr Taschen und Koffer und Zubehör werden wir hoffentlich nie mehr in den Urlaub mitschleppen müssen. So klein Alistair noch ist, umso mehr Austattung benötigt er. Kindersitz, Kinderwagen, klappbares Kinderbett plus Tragerucksack. Rose hingegen kann ihren kleinen Rollkoffer schon selber ziehen, welche Erleichterung! Wir waren für drei Wochen in Deutschland, zuerst mit Oma im Schwarzwald, dann bei Freunden in München und am Anfang und am Ende auch beim Opa in Weinheim.

 

Fire Island

Written by stefan on June 5th, 2017

Eine gute Autostunde von New York erreicht man den Fähranleger von Bay Shore. Von dort legen die Fährschiffe nach Fire Island ab. Hund, Katze und ein schreiender Papagei – alles wird auf die Insel verschifft denn es führt keine Strasse in die kleinen Siedlungen auf Fire Island. Die Häuser sind fast alle nur im Sommer bewohnt und über schmale Bohlenwege zu erreichen.

Wir haben uns für ein langes Wochenende in einem Haus gleich beim Fähranleger eingemietet. Wenn am Abend um 19:40 Uhr die letzte Fähre kommt, findt sich die ganze Insel dort ein und begrüsst neu angekommene Freunde und Familienmitlgieder mit einer Flasche Bier oder einem Glas Wein in der Hand. Wenn die Fähre wieder ablegt, fährt sie in Richtung untergehende Sonne. Mich erinnert das alles sehr and die Ferien, die ich als Kind an der Nordsee verbracht habe und ich bin froh, dass die Urlaubserinnerungen in meinen Kindern weiterleben werden.

 

Kind im Chaos

Written by stefan on May 12th, 2017

Im Kinderzimmer muß umgeräumt und Platz für Alistairs Bett geschaffen werden. Er nimmt das Chaos gelassen.

 

 

Bei Carl in der Sauna

Written by stefan on May 10th, 2017

Rose und ich sind über’s Wochenende gemeinsam verreist. Über airbnb haben wir ein Zimmer gebucht in Kingston — nicht in Jamaica sondern im Staat New York, gute zwei Autostunden nördlich der Stadt. Als wir ankommen stellt Carl uns erstmal die zwei Katzen vor die eine ist “taub und ein bisschen verrückt”, die andere ist hübsch fahlgelb und verschwindet gleich wieder, ich habe sie das ganze Wochenende nicht mehr gesichtet. Carl kann etwas Deutsch, so bin ich überhaupt auf dieses Haus gestoßen, denn es sollte ein deutschsprachiges Wochenende werden. Der Plan war Rose zu aktivem deutsch zu ermuntern. Sie spricht immer nur englisch mit mir, obwohl sie sehr gut deutsch versteht.

 

Ich bin ein großer Fan von airbn, gerade weil man mit Leuten zu tun bekommt, die man sonst nie treffen würde. Im Hotel zu übernachten kommt nur im Notfall infrage, es ist viel zu langweilig. Bei Carl kann man die Sauna benutzen, der er quasi magischen Kräfte zuschreibt. Die Infrarotstrahlung soll vor Krebs schützen. Ich gebe zu, daß das elektrische Prinzip sehr praktisch ist, die kleine Saunakiste paßt in einen Raum von der Grösse einer Abstellkammer und heizt sich schnell auf. Meine selbstentworfene Sauna mit Holzofen in Chile muß man 1-2 Stunden vorheizen und immer wieder Scheite nachlegen.

Carl hat mehrere Bücher über Umweltfragen und sozial verantwortungsvolles Unternehmertum geschrieben. Viel haben wir uns nicht unterhalten, denn Rose verlangte auch ihr Recht und das sah den Besuch des Feuerwehrmuseums und eines winzigen Zoos vor, in dem es radschlagende Pfauen, Alpakas und eine Kuh zu sehen gab.

 

Schaukelkinder (da waren’s plötzlich zwei)

Written by stefan on May 9th, 2017

SchaukelkinderNeues aus dem Ghetto: der Frühling ist hier und die Bäume werden grün.

 

Schaukelkind

Written by stefan on April 18th, 2015

So “ghetto” wie’s auf dem Foto scheint ist der Spielplatz gar nicht, im Sommer werden auch die Bäume grün!

 

Weihnachtsdekoration

Written by stefan on January 5th, 2015

Nicht bei uns zuhause, sondern in unserem Feriendomizil in Vermont. Die Dame des Hauses dekoriert passend zu den Jahreszeiten und verwendet sehr viel Zeit und Mühe darauf. Das Ergebnis lässt sich sehen, es ist fast als würde man eine Ausstellung besichtigen durch alle Räume des Hauses.

Blinkende Lichterketten und aufblasbare Weihnachtsmänner die an der Fassade baumeln gibt es glücklicherweise keine.

 

Zehn Dollar am Benzin gespart

Written by stefan on January 5th, 2015

Wahrscheinlich war es eine Dummheit, sich einen sparsamen Golf-Kombi zuzulegen. Oder zumindest müssten wir mehr unterwegs sein um nämlich den sagenhaft niedrigen Benzinpreis richtig auszunutzen. Um die $2.40 kostet eine Gallone zur Zeit, das sind 64 cent pro Liter. Auf unserer Fahrt nach Vermont, 400 Meilen hin und zurück, haben wir diesmal nur um die $30 an Sprit verfahren anstelle sonst über $40. Aber nach etwas Nachdenken, auf die zehn Dollar wäre es mir auch nicht angekommen.

Wenn jetzt die Kommentatoren schreiben, wie toll das für die Konsumenten sei, dann können sie allenfalls die Berufspendler meinen. Oder soll ich mal meinem Vermieter den Vorschlag machen, die Miete um 10% zu kürzen, weil er ja jetzt am Heizöl spart, der wird darüber nur lachen. Oder der Fluggesellschaft, sie solle wieder Preise verlangen, wie vor zehn Jahren. Die stecken den unverhofften Gewinn auch lieber selbst ein.

Das Wunder des Fracking soll an dem niedrigen Preis schuld sein. Mag sein, aber vernünftig ist der Preiskrieg für die Fracker nicht. Die Förderkosten liegen ja inzwischen über dem Marktpreis. Sogar wenn ich die konservativsten Kommentare lese, klingt da zwischen den Zeilen durch, dass ihnen bei der ganzen Sache etwas mulmig ist. Das Fracking höchst umweltschädlich ist, ist bekannt. Dass es vermutlich nur ein Jahrzehnt dauert, bis die neuen Quellen wieder versiegen ist wahrscheinlich.

Wenn der Preis nur hoch genug ist, kann man auch aus Kohle öl destillieren. Oder es unter der Arktis hervorpumpen. Die eigentliche Frage ist: Wollen wir das? Wir können uns nämlich entscheiden, das nicht zu tun und Abschied von der Vergeudung des öls als Brennstoff nehmen.

 

 

Schnee & Sonne

Written by stefan on December 27th, 2014

Nun hatten wir doch noch Schnee! In der Stadt war es so warm gewesen, 15 Grad und Regen am Heiligabend, ich hatte nicht damit gerechnet dass nur vier Autostunden noerdlich in Vermont noch Schnee liegen wuerde. Wir sind an unserem gewohnten Kurzurlaubs-Quartier und spannen vier Tage aus.